

US-amerikanischer Schauspieler und Komiker
Bucht von San Francisco
Robin Williams (* 21. Juli 1951 in Chicago, Illinois; gestorben am 11. August 2014 in Paradise Cay, Kalifornien) war ein amerikanischer Schauspieler und Komiker. Er wurde berühmt durch eine seltene Mischung aus Geschwindigkeit, Improvisation, Wärme und Verletzlichkeit. Williams konnte in Sekunden Stimmen, Figuren und Gedanken wechseln, doch seine besten Rollen lebten nicht nur von Energie. Sie zeigten Menschen, die andere zum Lachen bringen, trösten, herausfordern oder retten wollen, während sie selbst mit Brüchen leben.

Williams studierte an der Juilliard School und wurde danach in der Stand-up-Szene von San Francisco und Los Angeles sichtbar. Sein Spiel wirkte, als könne ein Gedanke sofort eine neue Figur hervorbringen. 1978 wurde er mit Mork & Mindy einem großen Publikum bekannt. Die Rolle des Mork gab seiner Improvisationskraft Raum und machte ihn zu einem Fernsehstar, ohne seine Herkunft von der Bühne zu löschen.
Im Kino zeigte Williams früh, dass er mehr war als ein schneller Komiker. Good Morning, Vietnam nutzte seine sprachliche Geschwindigkeit, verband sie aber mit Krieg, Einsamkeit und moralischem Druck. In Dead Poets Society spielte er einen Lehrer, dessen Wärme nicht laut sein musste. The Fisher King und später Awakenings machten sichtbar, wie stark Williams Figuren mit Schmerz, Scham und Hoffnung füllen konnte.

Mit Aladdin veränderte Williams 1992 die Erwartung an prominente Stimmen im Animationsfilm. Sein Genie war nicht nur eine Figur, sondern ein Strom aus Parodie, Musik, Tempo und Zärtlichkeit. Mrs. Doubtfire wurde zu einem weltweiten Publikumserfolg, weil der Film Slapstick mit Trennung, Elternschaft und Sehnsucht nach Nähe verband. Williams erreichte Kinder und Erwachsene zugleich, oft aus unterschiedlichen Gründen.
Für Good Will Hunting gewann Williams 1998 den Oscar als bester Nebendarsteller. Seine Rolle als Therapeut Sean Maguire war zurückgenommen, traurig und klar; sie zeigte, wie viel Wirkung er ohne Überdrehen entfalten konnte. Danach spielte er weiter gegen das reine Komikerbild an, etwa in One Hour Photo und Insomnia. Gerade diese Rollen machten deutlich, dass seine Kunst nicht nur im Ausbruch lag, sondern auch in Kontrolle und Stille.
Williams sprach offen über Sucht und suchte wiederholt Hilfe. Gleichzeitig blieb er auf Bühnen, in Filmen, Serien und Wohltätigkeitsauftritten präsent. Diese Offenheit machte ihn für viele Menschen nahbar. Sie erklärt aber nicht sein ganzes Leben. Er war ein Künstler mit enormer Arbeitskraft, großer Zuneigung zu seinem Publikum und einer Krankheit, die in den letzten Jahren vieles verdunkelte.
Robin Williams starb am 11. August 2014 in Kalifornien. Er wurde 63 Jahre alt. Sein Tod wurde als Suizid festgestellt; spätere Untersuchungen zeigten eine Lewy-Body-Demenz, die viele seiner letzten Symptome besser einordnete. Für seine Familie und viele Fachleute wurde diese Diagnose wichtig, um vereinfachende Erzählungen zu korrigieren. Seine Arbeit verband Komik und Schmerz oft im selben Moment, ohne das eine gegen das andere auszuspielen.
bis 1976
bis 1988
A Night at the Met
Good Morning, Vietnam
bis 2010
Zeit des Erwachens
König der Fischer
Aladdin
Mrs. Doubtfire – Das stachelige Kindermädchen
Mrs. Doubtfire – Das stachelige Kindermädchen
The Birdcage – Ein Paradies für schrille Vögel
Good Will Hunting
Good Will Hunting
bis 2014