

US-amerikanischer Schauspieler und Politiker, 40. Präsident der Vereinigten Staaten
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Ronald Reagan Presidential Library
Ronald Reagan (* 6. Februar 1911 in Tampico, Illinois; gestorben am 5. Juni 2004 in Los Angeles) war ein US-amerikanischer Schauspieler, Gewerkschaftsführer und Politiker. Er war Gouverneur von Kalifornien und von 1981 bis 1989 der 40. Präsident der Vereinigten Staaten. Reagan prägte die amerikanische Politik der 1980er-Jahre mit konservativer Rhetorik, wirtschaftspolitischer Deregulierung, starkem Antikommunismus und einer späteren diplomatischen Annäherung an die Sowjetunion.

Reagan wuchs in Illinois auf, unter anderem in Dixon. Am Eureka College studierte er Wirtschaft und Soziologie, spielte Football und trat öffentlich als Redner auf. Nach dem Studium arbeitete er als Sportreporter im Radio. Diese frühe Erfahrung mit Stimme, Timing und Publikum half ihm später sowohl in Hollywood als auch in der Politik. 1937 kam er zu Warner Bros. und begann eine lange Film- und Fernsehkarriere.
Als Schauspieler wurde Reagan kein großer künstlerischer Erneuerer, aber eine bekannte, verlässliche Figur des Studiosystems. Wichtig wurde vor allem seine Arbeit in der Screen Actors Guild. Ab 1947 führte er die Gewerkschaft mehrfach als Präsident. In diesen Jahren verschob sich sein politisches Selbstverständnis: Aus einem Demokraten wurde schrittweise ein konservativer Republikaner. Diese Entwicklung hatte mit den Arbeitskämpfen in Hollywood, der antikommunistischen Atmosphäre der Zeit und seiner eigenen Vorstellung von individueller Freiheit zu tun.
1966 wurde Reagan zum Gouverneur von Kalifornien gewählt und trat das Amt Anfang 1967 an. Er regierte in einer Zeit von Studentenprotesten, Haushaltskonflikten und scharfen kulturellen Auseinandersetzungen. Reagan sprach die Sprache von Ordnung, Steuerskepsis und begrenztem Staat. Seine zwei Amtszeiten machten ihn zu einer nationalen Figur der Republikanischen Partei. Nach einem gescheiterten Versuch, 1976 Präsidentschaftskandidat zu werden, gewann er 1980 die Nominierung und anschließend die Wahl gegen Jimmy Carter.
Reagan wurde am 20. Januar 1981 vereidigt. Seine Präsidentschaft verband Steuersenkungen, Deregulierung, militärische Aufrüstung und ein betont optimistisches Bild amerikanischer Stärke. Am 30. März 1981 wurde er bei einem Attentat in Washington schwer verletzt. Er überlebte, kehrte ins Amt zurück und wurde für viele Anhänger zur Symbolfigur von Standfestigkeit. Innenpolitisch blieb seine Bilanz umstritten: Befürworter sahen neues Wachstum und Selbstvertrauen, Kritiker verwiesen auf soziale Härten, steigende Ungleichheit und wachsende Haushaltsdefizite.
Außenpolitisch trat Reagan zunächst mit harter Sprache gegenüber der Sowjetunion auf. Zugleich entwickelte sich in seiner zweiten Amtszeit ein direkter Dialog mit Michail Gorbatschow. 1987 unterzeichneten beide den INF-Vertrag, der eine ganze Kategorie nuklearer Mittelstreckenwaffen beseitigte. Im selben Jahr hielt Reagan in Berlin seine bekannte Rede mit der Forderung, die Mauer zu öffnen. Zur Präsidentschaft gehört aber auch die Iran-Contra-Affäre, bei der geheime Waffenlieferungen und die Unterstützung der Contra-Rebellen in Nicaragua die Regierung schwer belasteten.
Nach dem Ende seiner Präsidentschaft zog sich Reagan zunehmend aus der Öffentlichkeit zurück. 1994 machte er in einem persönlichen Brief bekannt, dass er an Alzheimer erkrankt war. Dieser Brief war ruhig formuliert und wurde zu einem der bekanntesten öffentlichen Momente seiner späten Jahre. Ronald Reagan starb am 5. Juni 2004 in Los Angeles. Er wurde 93 Jahre alt. Sein politisches Erbe bleibt stark diskutiert: Für viele steht er für konservative Erneuerung und das Ende des Kalten Krieges, für andere für eine Politik, deren soziale und internationale Folgen bis heute kritisch bewertet werden.
bis 1928
Bachelor of Arts · bis 1932
bis 1949
bis 2004