

Englischer Dramatiker, Lyriker und Schauspieler
Königreich England
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Holy Trinity Church
William Shakespeare (getauft am 26. April 1564 in Stratford-upon-Avon; gestorben am 23. April 1616 ebenda) war ein englischer Dramatiker, Dichter und Schauspieler. Sein Geburtstag wird traditionell am 23. April gefeiert. Shakespeare gilt als eine der bedeutendsten Figuren der Weltliteratur: Seine Tragödien, Komödien, Historienstücke und Sonette werden seit Jahrhunderten gelesen, gespielt, übersetzt, verfilmt und immer neu gedeutet.

Shakespeare wurde in Stratford-upon-Avon in Warwickshire getauft. Sein Vater John Shakespeare war Handschuhmacher und bekleidete städtische Ämter; seine Mutter Mary Arden stammte aus einer Familie mit Landbesitz. Über Shakespeares Schulzeit gibt es keine erhaltenen Schülerlisten, doch vieles spricht dafür, dass er die lokale Grammar School besuchte und dort eine humanistische Bildung mit starkem Lateinanteil erhielt. Mit achtzehn heiratete er Anne Hathaway. Das Paar hatte drei Kinder: Susanna sowie die Zwillinge Hamnet und Judith.
Die Jahre zwischen der Taufe der Zwillinge 1585 und Shakespeares nachweisbarer Bekanntheit in London Anfang der 1590er-Jahre werden oft als die lost years bezeichnet. Sicher ist: Spätestens 1592 war er in der Londoner Theaterwelt präsent. Er wurde Schauspieler, Anteilseigner und regelmäßiger Dramatiker der Lord Chamberlain's Men, einer der wichtigsten Theatertruppen der Zeit. Nach der Thronbesteigung von James I. wurde die Kompanie 1603 zu den King's Men.
Shakespeare schrieb für ein lebendiges, kommerzielles Theater. Seine Stücke waren nicht für stille Verehrung gedacht, sondern für Stimmen, Körper, schnelle Szenenwechsel und ein Publikum, das auf Witz, Spannung, Gewalt, Liebe, Politik und Sprachkunst reagierte. In Werken wie Romeo and Juliet, A Midsummer Night's Dream, Julius Caesar, Hamlet, Othello, King Lear, Macbeth und The Tempest verband er poetische Dichte mit genauer Beobachtung menschlicher Konflikte.
Shakespeares Erfolg in London zeigte sich auch in Stratford. 1597 kaufte er New Place, eines der größten Häuser des Ortes. Später kamen weitere Besitz- und Landgeschäfte hinzu. Er blieb also nicht einfach ein Londoner Theatermann, sondern hielt die Verbindung zu seiner Heimatstadt. Dieses doppelte Leben prägt sein Bild: ein Autor mitten im Theaterbetrieb und zugleich ein Mann, der sozialen Aufstieg, Besitz und Familie in Stratford absicherte.

Nach Shakespeares Tod sammelten seine Kollegen John Heminge und Henry Condell viele seiner Stücke für den Druck. Das 1623 erschienene First Folio ist deshalb eines der wichtigsten Bücher der Literaturgeschichte. Es enthält 36 Dramen und bewahrte zahlreiche Stücke, die sonst wahrscheinlich verloren gegangen wären, darunter Macbeth, Julius Caesar, Twelfth Night und The Tempest. Dass Shakespeare heute weltweit gespielt wird, verdankt sich nicht nur seiner Sprache, sondern auch dieser konkreten editorischen Rettung.
William Shakespeare starb am 23. April 1616 in Stratford-upon-Avon und wurde in der Holy Trinity Church beigesetzt. Die Todesursache ist nicht gesichert. Sein Werk überdauerte, weil es auf der Bühne immer wieder neu gegenwärtig werden kann: Macht und Gewissen, Liebe und Eifersucht, Sprache und Täuschung, Komik und Verlust. Shakespeare schrieb aus einer konkreten elisabethanisch-jakobäischen Theaterwelt heraus, aber seine Figuren wirken bis heute, weil sie nicht als Denkmal sprechen, sondern als Menschen in Bewegung.
bis 1616